Comic Kritiken

Kritik – Batman: One Dark Knight – Stromausfall in Gotham

Batman: One Dark Knight ist ein neuer Ausflug nach Gotham, innerhalb des DC Black Label. Geschrieben und gezeichnet, wurde die Miniserie von Comic-Superstar Jock. Darin soll der dunkle Ritter, einen Gefangenentransport nach Blackgate begleiten. Allerdings geht dabei einiges schief. Ob der Titel sich von der Masse an Batman Storys abheben kann, mehr zur Handlung und den Figuren, lest Ihr in der folgenden Kritik.

Batman soll einen Gefangenentransport begleiten, welcher den Metaschurken E.M.P vom Arkham Asylum, in das abseits von Gotham gelegene Blackgate Gefängnis befördern soll. Doch andere Schurken haben es auf den Gefangenen abgesehen und so dauert es nicht lange, ehe der Transport aus dem Ruder läuft. Als dann auch noch ein enormer, elektromagnetischer Impuls die Stadt in absolute Dunkelheit hüllt, beginnt eine Hetzjagd vom Feinsten. Kann der dunkle Ritter, E.M.P an Gangsterbanden vorbei, in das Gefängnis eskortieren…?

Der britische Zeichner Jock, welcher durch seinen kantigen und markanten Stil bekannt ist, arbeitete laut eigener Aussage, rund ein Jahr an der Geschichte. Dabei genoss er vor allem die Tatsache, dass er aufgrund des DC Black Labels, großen Spielraum hatte. Daher wundert es auch wenig, dass er mit E.M.P, einen gänzlich neuen Charakter integriert hat. Der Schurke macht seinem Namen alle Ehre. Er kann elektrische Geräte und dergleichen kontrollieren und lahmlegen.

Jocks Stil, trifft ins Schwarze! Batman - One Dark Knight (Bild: DC Comics)
Jocks Stil trifft ins Schwarze! (Bild: DC Comics)

One Dark (K)Night in Gotham

Was zu Beginn wie eine typische Batman Story anfängt, entwickelt sich relativ zügig, zu einem atmosphärischen Thriller. Dabei muss allerdings erwähnt werden, dass das Konzept der Handlung, selbstredend alles andere als neu ist. Ein Gefangener soll transportiert werden, es geht schief, Chaos. Diesen Ablauf kennt man aus Filmen, Serien und Büchern bereits ausgiebig. Trotzdem schafft Jock es, das Konzept spannend umzusetzen. Durch den Faktor, dass E.M.P hier seinen ersten Auftritt feiert ist ohnehin Spannung im Spiel. Anders, als wäre es ein bereits bekannter Schurke. Besagter Schurke liefert uns im weiteren Verlauf Infos, weshalb er in Arkham sitzt und warum das gesamte kriminelle Geschehen Gothams, es auf ihn abgesehen hat.

Damit kommen wir auch gleichzeitig zu einem Element, was der Handlung eine entsprechende Würze verleiht. Denn nachdem in ganz Gotham der Strom ausgefallen ist und die Stadt in nächtliche Schwärze getaucht wurde, marschieren die Gangs der Stadt Los, um E.M.P umzubringen. Für Batman, der diesen nach Blackgate eskortieren will und weder auf Alfred, noch auf seine zahlreichen Gadgets zurückgreifen kann, eine brenzlige Situation. Nicht selten erinnert der Verlauf an die Niemandsland Story, in welcher Gotham nach einem Beben komplett abgeriegelt war. Bis auf wenige Momente, lässt Jock hier allerdings eine Menge Potential liegen. Denn wirklich oft, wird die Fledermaus mit den Gangs nicht konfrontiert. Auch das ein bekannter Schurke einen Auftritt feiert, liegt evtl. an der wenig Facettenreichen Inszenierung von E.M.P.

Batman jagd Gangster (Bild: DC Comics)
Batman jagd Gangster (Bild: DC Comics)

Optischer Augenschmaus

Es wäre sicherlich nicht verkehrt gewesen, wenn die Miniserie auf vier statt drei Ausgaben, erweitert worden wäre. Damit hätte Jock durchaus mehr Fokus auf die Hetzjagd der Gangs legen können, ein wenig mehr Details auf den Schurken lenken und kleinere Rahmenhandlungen, besser ausarbeiten können. Gewisse Beweggründe, bleiben so leider auf der Strecke. Davon ab, sieht der Band extrem gut aus! Wer den Stil des Zeichners mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Während die nächtlichen Passagen in eine vollkommene Mischung aus schwarz- und blautönen gefärbt sind, gefallen vor allem die Stunden in der Abend- und Morgendämmerung. Die Atmosphäre einer durchzechten Nacht, wird hervorragend eingefangen.

Die enthaltene Action reicht von Verfolgungsjagden über Dächer, riesigen Explosionen bishin zu harten und das Mark erschütternden Kämpfen. Eingefangen wird das alles, mit der vollen Bandbreite von Jocks Talent. Zwischen dynamischen Panels, bishin zu Seiten füllenden Splashpages, ist hier alles dabei. Die Veröffentlichung im Albenformat, ist hier ohne Zweifel ein großer Vorteil. Kontrastreiche Farben, optische Elemente und sein Stil im Allgemeinen, kommen dadurch umso besser zur Geltung.

Das Fazit:

Batman: One Dark Knight von Jock ist ein ambitionierter Titel. Die Handlung ist nicht neu, weiß aber über weite Phasen zu gefallen. Kurzweilig inszeniert und mit einem neuen Schurken garniert, bringt sie alles mit, was einen guten Thriller ausmacht. Leider fehlt es dieser jedoch an der nötigen Tiefe. Ein Heft mehr, hätte dieses Problem eventuell umgehen können. Optisch liefert der Band dagegen vollends ab. Kurzweilige Action, eine hervorragende Optik und eine Facettenreiche Farbgestaltung, lassen die Geschichte in einem ordentlichen Gewand aufleben. Trotz der inhaltlichen Schwächen, bietet One Dark Knight kurzweilige Unterhaltung, für alle Fans des dunklen Ritters.

Bewertung: 3.5 von 5.
  • Erstveröffentlichung: 29.11.2022
  • Autor/Zeichner: Jock
  • Seiten: 164
  • Preis: 29€
  • Format: Album/Hardcover
  • Genre: Superhelden
  • Einsteigerfreundlich: Ja
  • Inhalt: Batman: One Dark Knight 1-3
  • Publisher: DC Comics
  • Verlag: Panini Comics Deutschland

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