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Kritik – Oblivion Song 5 – Alien Invasion von Cross Cult

Oblivion Song 5 von Robert Kirkman und Lorenzo De Felici ist nach langem Warten endlich da. Der dystopische Sci-Fi-Kracher des The Walking Dead Schöpfers geleitet uns immer tiefer in die Welt der „Kuhtaal„. Die Pilz-Infektion breitet sich immer weiter aus. Ist die Erde womöglich die einzige Zuflucht für die „Gesichtslosen“? Nathan Cole steht zwischen zwei Welten. Ich habe mir den fünften Band aus dem Cross Cult Verlag angeguckt. Mein Resümee dazu, findet Ihr in der nachfolgenden Kritik.

Wer Band 1 noch nicht kennt, findet hier mein Fazit.

Vor Jahren verschwanden bei einer ominösen Interferenz hunderttausende Menschen aus Philadelphia. Sie wurden durch eine Spalte in Raum und Zeit nach Oblivion gebracht. In die Welt der Kuhtaal. Nathan Cole war einer derer, die unerbittlich Menschen aus der gefährlichen Zone befreit hat – bis er selbst dort blieb. Drei Jahre sind vergangen, in denen er Oblivion studiert hat und sich mit den Aliens angefreundet hat. Als er jedoch erfährt, dass der einzige Weg die Rasse der Kuthaal zu erhalten eine Invasion der Erde ist, reist er zurück, um seine alten Freunde zu warnen! Doch womöglich ist es bereits zu spät…

Mit Oblivion Song 5 liefert Robert Kirkman einmal mehr den Beweis, dass man die Reihe definitiv auf dem Schirm haben sollte. Wo wir anfänglich nur gemächlich Informationen über die Rassen und die Wesen erhalten haben, welche in Oblivion leben, ändert sich das nun gewaltig. Das Ganze ist erfreulich. Denn durch die teils anderen Perspektiven auf das gegenseitige Dilemma zwischen Mensch und Kuthaal, erfährt die Geschichte eine neue Dynamik. Nathan Cole steht bei alledem als Bindeglied zwischen zwei Welten im Mittelpunkt.

Nathan auf seinem Reittier aus Oblivion (Bild: Renes Nerd Cave/Cross Cult Verlag)
Nathan auf seinem Reittier (Bild: Renes Nerd Cave/Cross Cult Verlag)

Oblivion Song und die stetige Gefahr

Die gefährliche Pilz-Infektion breitet sich immer weiter in der Welt der „Gesichtslosen“ aus. Der einzige Ausweg ist eine Invasion der Erde. Dort kann die Rasse der Kuthaal fortbestehen. Die Lösung findet sich in der Maschine, dank derer Nathan seit jeher zwischen den Welten reisen konnte. Kurzerhand haben die Aliens diese studiert und kopiert. Nathan, der mittlerweile heimig geworden ist, sieht sich gezwungen, seine alte Heimat zu warnen. Doch auch auf der Erde ist man sich der Gefahr bewusst. Wie es allerdings so üblich ist, ignoriert die Regierung die Hinweise der Wissenschaftler und tut sie als hirnrissig ab. Ein fataler Fehler?

Ab diesem Moment erleben wir ein Highlight der bisherigen Story. Ohne viel vorneweg nehmen zu wollen: Die Kuthaal marschieren in Form der Ghozan-Legion auf der Erde ein. Die Menschen wissen, dass sie diesen Kampf eigentlich nicht gewinnen können. Was folgt ist ein erbitterter Kampf von Mensch gegen Alien bzw. Freund gegen… Freund! Nathan muss die Kämpfe beenden, sonst folgt ein Debakel!

Die Kuthaal haben nur ein Ziel: Fortbestehen! (Bild: Renes Nerd Cave/Cross Cult Verlag)
Die Kuthaal haben nur ein Ziel: Fortbestehen! (Bild: Renes Nerd Cave/Cross Cult Verlag)

Außerirdische Optik

Bereits seit Band 1 gehört die Optik zu den klaren Stärken der Reihe. Lorenzo De Felici schafft es mit Bravour, die Welt von Oblivion darzustellen, ohne dabei in Übertreibungen auszuarten. Der Sprung zwischen der Erde und Oblivion bietet willkommene Kontraste, welche sich sowohl in Optik als auch Farbgebung widerspiegeln. Einen großen Teil dazu beitragen tun auch die Farben von Annalisa Leoni. Kräftig und dynamisch, wissen sie die einzelnen Elemente atmosphärisch zu integrieren. Allgemein weiß Oblivion Song 5 die Atmosphäre der Geschichte noch einmal mehr zu verdichten.

Stand jetzt wird die Reihe mit dem kommenden, sechsten Band enden. Wir bewegen uns also mit großen Schritten auf den Showdown zu. Einige Fragen wollen noch beantwortet werden. Macht Robert Kirkman jedoch auf diesem Level weiter, könnte die Reihe nach ihrem Ende definitiv als eines der Highlights im Sci-Fi-Genre und als zukünftiger Klassiker angesehen werden.

Das Fazit:

Oblivion Song 5 von Robert Kirkman und Lorenzo De Felici peitscht die Handlung in großen Schritten in Richtung Finale. Interessant sind dabei vor allem die Informationen, welche wir über die Kuthaal und ihre Rasse sammeln können. Dadurch erhält die Reihe nicht nur mehr Tiefe, sondern vor allem auch eine weitere Portion Dynamik. Zwar können die Sprünge zwischen Rückblicken und Gegenwart anfangs etwas unübersichtlich erscheinen, den Spaß trübt das jedoch nicht! Optisch bietet der Band wieder viel Atmosphäre und Hingucker und macht große Lust auf das packende Finale des Skybound Titels.

Bewertung: 4 von 5.
  • Erstveröffentlichung: 27.08.2021
  • Autor: Robert Kirkman
  • Zeichnungen: Lorenzo De Felici
  • Farben: Annalisa Leoni
  • Seiten: 128
  • Preis: 22€
  • Format: Hardcover/ eComic
  • Genre: Action/Sci-Fi/Horror
  • Publisher: Skybound
  • Verlag: Cross Cult

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