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Kritik – Jurassic World: Neue Abenteuer Staffel 2 – Zurück auf Isla Nublar

Seit dem 22. Januar ist die zweite Staffel der Netflix-Serie Jurassic World: neue Abenteuer (OT: Camp Cretaceous) auf der Streamingplattform verfügbar. Die von Dreamworks animierte und von Universal Pictures produzierte Serie, landete mit Staffel eins einen Hit. Auch diesmal erleben die Hauptfiguren wieder allerhand Abenteuer und müssen sich erneut gegen Urzeit-Kreaturen wie T-Rex, Carnotaurus und anderen behaupten. Welchen Gefahren die Kids außerdem auf der Isla Nublar ausgesetzt sind und noch einiges mehr, lest Ihr hier.

Nachdem die Gruppe der Teenager rund um den Dino-liebenden Darius in der ersten Staffel bereits um ihr Überleben kämpfen musste, versuchen sie nun endgültig von der legendären Isla Nublar zu fliehen. Dem Ort, der bereits dem Jurassic Park von 1993 eine Heimat geboten hat. Leider haben sie die letzte Fähre verpasst und müssen nun einen anderen Ausweg finden. Mittlerweile ziehen die Kids größtenteils an einem Strang. Kein Wunder, wollen sie doch alle entkommen. Doch auf ihrem Weg zur rettenden Küste, müssen sie nicht selten vor gefräßigen Dinosauriern fliehen. Als dann durch einen Zufall eine kleine Gruppe von „Öko-Touristen“ ihren Weg kreuzt, sehen sich die Kids bereits gerettet. Ist das alles so einfach, oder birgt sich dahinter womöglich eine weitere Gefahr?

Während die vorherige Staffel parallel zu den Ereignissen des ersten Jurassic World Ablegers spielte, befinden wir uns nun zwischen eben jenem und „Das Gefallene Königreich„. Jurassic World Neue Abenteuer Staffel 2 macht genau dort weiter, wo Staffel 1 aufgehört hat. Mit einer überraschend spannenden und packenden Erzählweise, welche nicht selten dramaturgische Höhepunkte erreicht. Egal ob Darius und seine Freunde gerade mit einem T-Rex um die Wette laufen oder versuchen eine Gruppe von Stegosauriern aus Gefangenschaft zu befreien – langweilig wird die Serie zu keinem Zeitpunkt. Dabei erleben wir erneut Auftritte von Sauriern, welche innerhalb der Filme viel zu kurz kommen. Nachdem in Staffel 1 der Carnotaurus für ordentlich Wirbel gesorgt hat, ist es diesmal der Baryonyx.

Jurassic World: Neue Abenteuer – alter Spaß!

Wer Staffel eins gesehen hat weiß mittlerweile, dass die Serie sowohl für jung als auch alt sehr viel Spaß bereithält. Dabei gibt sich die vorliegende Staffel deutlich kinderfreundlicher. Die nach wie vor ab 6 freigegebene Serie brachte in der ersten Staffel nämlich diverse Szenen mit sich, die zwar durchaus noch zur Freigabe passten, im Kontext gesehen aber überraschend brutal abliefen. Davon ist nun weniger zu sehen. Ob dabei auf Kritiken reagiert wurde, ist schwer abzuschätzen. Offizielle Stimmen dazu gibt es keine. Im Allgemeinen finden wir damit aber auch schon den prägnantesten Kontrast. Denn davon abgesehen, bewegen wir uns erneut auf einem sehr guten Niveau. So ist keine der acht 24 Minuten langen Folgen langweilig. Sie bilden, aufeinander aufbauend, eine kurzweilige Unterhaltung.

Der Baryonyx in Jurassic World Neue Abenteuer Staffel 2 (Bild: Dreamworks/Universal Pictures/ Netflix)
Gewisse Szenen erinnern gerne an die Filme (Bild: Dreamworks/Universal Pictures/ Netflix)

Seitens der Animationen der Dreamworks Studios, gibt es auch hier nur wenig zu bemängeln. Gelegentlich sehen Bewegungen der größeren Saurier etwas hölzern aus. Davon abgesehen, sind es auch diesmal wieder jene Saurier, welche das klare Highlight bilden. Es gibt Szenen, da sehen die Saurier so unglaublich gut aus, dass man fast glauben könne, sie wären einem Live-Action Film entsprungen. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass bei einer möglichen dritten Staffel ein wenig an der Schraube gedreht wird. Serien wie Star Wars The Clone Wars oder Rebels zeigen deutlich, welche Steigerung Animationen im Verlauf einer Serie haben können. Ein Direktvergleich zwischen Staffel eins und sieben von CW, zeigt dies sehr deutlich. Wenn die Charaktere und die Umgebung auf dem gleichen Niveau wie die Saurier wären, sähe die Serie umso schöner aus.

Prähistorische Schönheit

Jurassic World Neue Abenteuer schafft etwas, dass auch die Filme gelegentlich tun. Man bekommt ein Bild davon, wie das Leben der Sauropoden vor 65 Millionen Jahren voraussichtlich ausgesehen hat. So erleben die Charaktere unter anderem einen Hauch von Herden-Verhalten sowie Rassen unter sich. Von der Optik der Saurier mal abgesehen, bewegt sich das gesamte Franchise auf einem wissenschaftlich durchaus legitimen Boden. Nach heutigem Stand weiß man, das Velociraptor, T-Rex und Co. in natura zum Teil deutlich anders ausgesehen haben. Da wir es hier aber nach wie vor mit einem Sci-Fi Ableger zu tun haben, geht das in Ordnung. Seien wir mal ehrlich – wir sind doch alle mit „dieser“ Optik der Saurier groß geworden. Zeitlich wird sichtbar ein ordentlicher Zeitraum überbrückt. Das merkt man vor allem, wenn kleine Sauier plötzlich ganz groß sind. Ein wirkliches Gefühl für Zeit, bekommt man jedoch keines.

Ein Ceratosaurus? Den kennen wir doch... (Bild: Dreamworks/Universal Pictures/ Netflix)
Ein Wiedersehen mit dem Ceratosaurus (Bild: Dreamworks/Universal Pictures/ Netflix)

Was darf in einer Kinderserie nicht fehlen? Inhalte, die auch unseren Jüngsten im besten Fall etwas beibringen. So erleben wir hier ein schönes Beispiel davon, dass man fremden Personen nicht blind vertrauen sollte. Auch nicht in der größten Notlage. Die besagten Öko-Touristen sind vielleicht gar nicht so Öko, wie sie sich geben. Dass man sich mit Carnivoren nicht anlegen sollte, haben schon einige Leute zu spüren bekommen. Die Charakter-Entwicklung im Verlauf der Staffel hält einige Überraschungen bereit – Rambo lässt grüßen. Vor allem, wenn man Vergleiche zwischen den Charakteren und den Staffeln zieht. In gewissen Szenen merkt man dann aber doch, dass es sich um eine Kinderserie handelt. Ein riesiges Baumhaus inkl. funktionierender Dusche wird mal eben im Handumdrehen gebaut…

Das Fazit:

Jurassic World Neue Abenteuer Staffel 2 ist eine spannende und kurzweilige Fortsetzung der Geschehnisse aus Staffel 1. Ich bleibe dabei, dass die Serie eine ideale Ergänzung zu den Handlungen der Filme darstellt. Zeitlich nach Teil 1 anzusetzen ergibt Sinn und eröffnet Möglichkeiten. So bekommt man in dieser Staffel ein stärkeres Gefühl der Isolation. Nach der Evakuierung der Isla Nublar müssen die Kids endgültig feststellen, dass sie auf sich allein gestellt sind. Die dadurch resultierenden Charakter-Entwicklungen sind schön mit anzusehen und erscheinen grundsätzlich logisch. Auch diesmal sind die Saurier sehr stark animiert. So bewegt sich die Serie optisch auf einem guten Niveau. Trotzdem dürfte dieses in folgenden Staffeln angehoben werden. Bei den Sauriern erleben wir neben diversen Wiedersehen, auch einige neue Begegnungen.

Zu sagen welche Staffel mir besser gefallen hat, halte ich für schwierig. Beide bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau, haben dabei aber andere Prämissen. Mit rund 24 Minuten pro Folge eignet sich die Serie ideal für zwischendurch oder aber für ein gemütliches bingen am Stück. Auch hier fühlt es sich wieder an, wie ein animierter Film aus dem Jurassic Park Universum. Ob eine dritte Staffel erscheint ist zum heutigen Datum nicht sicher, ich gehe aber schwer davon aus. Dino-Fans können bedenkenlos auf „Ansehen“ drücken! Die ideale Überbrückung bis Jurassic World: Dominion.

  • Erstveröffentlichung: 22.01.2021
  • Produzenten: Steven Spielberg, Colin Treverrow, Frank Marshall
  • Folgen: 8
  • Laufzeit: je. 24 Min
  • Freigabe: Ab 6 Jahren
  • Studio: Universal Pictures/Dreamworks
  • Plattform: Netflix

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