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The Mandalorian & Grogu – Star Wars, zurück im Kino! – Kritik

The Mandalorian & Grogu ist nicht nur die Rückkehr einer weit, weit entfernten Galaxie in die Kinosäle dieser Welt. Es ist auch der Abschluss der beliebten Saga rund um den Mandalorianer Din Djarin (Pedro Pascal) und dessen kleinen Verbündeten, Grogu. Nach drei Staffeln auf Disney+, kam die Ankündigung den Abschluss als Film zu adaptieren zwar überraschend, doch der Disney Mutterkonzern erhofft sich aufgrund der Beliebtheit der Figuren, einen regelrechten Boost. Ob der Film einen erneuten Kinohype auslösen kann, wie einst die Episoden Filme? Das und vieles mehr, lest Ihr in der folgenden Kritik!

Der Mandalorianer Din Djarin (Pedro Pascal) und sein Ziehkind Grogu, arbeiten für die Neue Republik und spüren dabei Verbrecher auf. Dem Alltag eines herkömmlichen Kopfgeldjägers, hat er längst den Rücken gekehrt. Auf seiner aktuellen Mission, sollen sie einen Kriegsherren (Jonny Coyne) der Überbleibsel des Imperiums ausfindig machen. Das Syndikat der Hutten, welche eins von Jabba dem Hutten angeführt wurde, will unterdessen ihren Neffen, Rotta der Hutte (Jeremy Allen White), welcher als verschollen gilt, vom Mandalorianer befreit haben…beide Unterfangen gehen gehörig schief und so sieht sich Din vor einer neuen Bedrohung..das Syndikat will Rache…

Einst war für den Abschluss der Erfolgsserie „The Mandalorian“ eine vierte Staffel auf Disney+ geplant. Nach einigen Neuausrichtungen und im Zuge der Streiks der Gewerkschaften in Hollywood, wurde von diesem Plan jedoch Abstand genommen. Mit The Mandalorian & Grogu haben die kreativen Köpfe Dave Filoni und Jon Favreau nun einen Film geschrieben, welcher zugänglich und für das Kino geeignet sein sollte. Der einstige Plan, den Aufstieg Thrawns zu thematisieren, wurde dabei vollends aus dem Drehbuch verbannt, da man befürchtete, dies sei zu komplex. Das sich Disney mit dieser Herangehensweise allerdings das Lichtschwert regelrecht ins eigene Fleisch gerammt hat, wird schnell klar!

The Mandalorian & Grogu - Bild: Lucasfilm/The Walt Disney Company
Bild: Lucasfilm/The Walt Disney Company

The Mandalorian & Grogu – Zwei wie Pech und Schwefel!

Eine Tatsache die relativ schnell offensichtlich wird ist die, dass man quasi ohne großes Geplänkel in die Handlung geworfen wird. Es gibt keine Erklärungen zu Figuren, zu Tatsachen oder zu Verbindungen einzelner Charaktere. Mit Blick auf den Status des Films, als Endpunkt einer Serie, kann das Sinn ergeben. Hier offenbart sich jedoch das größte Problem von The Mandalorian & Grogu. Der Film wirkt insgesamt wie eine mehrteilige Episode der Serie, nicht aber wie ein abschließender Kinofilm! Wie einst in der ersten Staffel, hangeln wir uns von Monster zu Monster, von Bedrohung zu Bedrohung. Es weckt eher den Anschein einer „Monster of the Week“ Erzählung, nicht aber wie das große Kino-Comeback, welches der Film nach fast sieben Jahren sein sollte.

Ein AT AT - Bild: Lucasfilm/The Walt Disney Company
Bild: Lucasfilm/The Walt Disney Company

Das Zusammenspiel von Mando Din Djarin und Grogu ist dabei, ohne große Überraschung, einer der Lichtblicke. Wenngleich der grüne Publikumsliebling in der ersten Hälfte des Films etwas unter dem Radar bleibt, erhält er gegen Ende eine kurzweilige und auf ihn zugeschnittene Passage spendiert. Hier wird, nach zahlreichen Kämpfen und Actionsequenzen, ein wenig Humor gestreut, welcher sich insgesamt passend einfügt. Doch auch hier zeigt sich das bereits thematisierte Problem. Wir erleben einen Status Quo, welcher bereits in der Serie etabliert wurde, ohne große Entwicklung. Es wurde die Chance vertan, der Beziehung von Din und Grogu, das letzte Quäntchen zu verpassen.

Planeten und Bedrohungen

Positiv hervorzuheben ist der Look von The Mandalorian & Grogu. Wenngleich mühelos erkennbar ist, dass der Film mit weniger Budget ausgekommen ist, als einige der Skywalker Episoden, besitzt der Film einen authentischen und gelungenen Look. Egal ob es die Kostüme der Sturmtruppen, der Planeten-Bevölkerungen oder von Kampdroiden sind. Die Details stimmen ebenso sehr, wie auch in der Serie. Es sind oftmals kleine Details, welche für Schmunzeln sorgen. Vor allem der Schauplatz auf dem Planeten Shakari, sorgt für optische Highlights. Die an Blade Runner und Cyberpunk 2077 erinnernde Metropole, besticht durch authentisch wirkende, urbane Schauplätze und liefert die wohl coolste Imbissbude der Galaxis. Neben allerhand CGI-Effekten sind es aber vor allem die physischen und handgemachten, welche für Highlights sorgen. So sind es nicht nur große Animatronics, sondern auch klassisches Puppenpsiel und Stop-Motion Passagen, die eine schöne Dynamik kreieren.

Dynamisch ist auch das Klima. Neben eisigen, imperialen Basen und urbanen Metropolen, erleben wir auch tiefe Einblicke in den Sumpf von Nal Hutta, der Heimatwelt des Hutten Syndikats. Schön, dass nicht immer nur die Wüste im Fokus steht… Davon ab liefert der Film einige Spielereien, wie ein Intro welches an Top Gun erinnert oder einen überraschend Synthie und Elektro lastigen Soundtrack (von Ludwig Göransson). Mit Jeremy Allen White hat man sich einen der aktuell gefragtesten Darsteller an Bord geholt. Ihn mit der Rolle des Rotta auszustatten ist Fluch und Segen zugleich. Das Alien-Wesen überzeugt mit überraschenden Charaktereigenschaften und beherbergt eine Brücke zu Star Wars: The Clone Wars. Doch so recht verständlich ist es nicht, ihn nur als Stimme einzusetzen.

Das Fazit:

The Mandalorian & Grogu, von Jon Favreau mit Pedro Pascal und Jeremy Allen White in den Hauptrollen, ist ein kurzweiliger Film, welcher im Kosmos der The Mandalorian Serie von Disney+ angesiedelt ist. Er sollte einen Schlussstrich setzen, doch letztlich wirft er mehr Fragen auf, als das er welche beantwortet. Zwar liefert der Film einige Schauwerte und es macht Spaß dem Gespann aus Mando und Grogu bei neuen Abenteuern zuzuschauen, doch richtig in Fahrt kommt das Spektakel nur selten. Favreau und Filoni wollten auf Nummer sicher gehen und einen Film schreiben, welche von allen Seiten zugänglich ist. Gelungen ist ihnen das nur zum Teil! Denn einerseits setzt er trotzdem eine kleine aber feine Portion von Vorwissen voraus und andererseits wirkt das gesehene belanglos, wenn man an das furiose Finale der dritten Staffel von The Mandalorian zurückdenkt! Was bleibt ist ein kurzweiliges Abenteuer, in den Weiten der Galaxis, nicht aber das große Kino-Comeback!

Bewertung: 3 von 5.
  • Erstveröffentlichung: 20.05.2026
  • Regie: Jon Favreau
  • Darsteller: Pedro Pascal, Steven Blum, Jeremy Allen White, Sigourney Weaver, Jonny Coyne uvm.
  • Laufzeit: 132 Minuten
  • Freigabe: ab 12 Jahren
  • Genre: Sci-Fi, Action
  • Eigenständig? Nein (The Mandalorian Serie)
  • Studio: Lucasfilm
  • Herausgeber: The Walt Disney Company

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