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Spider-Noir: 5 Gründe – Weniger Farbe ist mehr! – Prime Video

Spider-Noir ist eine achtteilige Miniserie auf Prime Video, in welcher Nicolas Cage (The Rock, Ghost Rider) die Spinne der 30er Jahre verkörpert. Verbrechen und Korruption sind ein stetiger Begleiter in New York. Als Privatdetektiv Ben Reilly versucht er sich über Wasser zu halten. Eines Tages holt ihn jedoch die Vergangenheit ein… Schwarz/Weiß oder in Farbe. Wir haben die Qual der Wahl. Nachfolgend findet Ihr fünf Gründe, weshalb die eigenständige Serie mehr als nur einen Blick wert ist und worum es überhaupt geht.

Ben Reilly (Cage) ist ein Privatdetektiv und versucht sich, seine kleine Detektei und seine Bürohilfe über Wasser zu halten. Dank seines Freundes im Daily Bugle, Robbie Robertson (Lamorne Morris – New Girl) bekommt er gelegentliche Hinweise auf Verbrechen aller Art. Eines Tages jedoch, landet er im Mittelpunkt von Bandenkriminalität und dubiosen Vorfällen. Ein sich selbst entzündender Gegenspieler? Da muss mehr dahinter stecken…schnell wird ihm bewusst, dass seine Vergangenheit ihn einholt und er mit Silvermane, dem Verbrecherboss der Stadt, einen gehörigen Gegenspieler hat… Kann die Spinne die Stadt retten?

2009 erschienen erstmals Comics mit der charakteristischen Noir Optik. Neben Spidey, spendierte Marvel u.a. auch dem Punisher & Daredevil solche Storys. Allesamt düster, bodenständig und mit einer Atmosphäre ausgestattet, dick wie Beton! Als Spider-Noir schließlich im Animationsfilm rund um Miles Morales aufgetaucht ist, damals bereits vertont von Nicolas Cage, war die Begierde groß, mehr von der Figur zu sehen. Cage selbst hat sich stark gemacht für diese anderweitige Inszenierung der Spinne und so erleben wir heute, eine achtteilige Serie, voller Easter Eggs, einem frischen Look und kurzweiliger Unterhaltung. Großes Vorwissen wird jedoch nicht benötigt, da dieses Projekt als eigenständig betrachtet werden kann. Übrigens hat es einen rechtlichen Hintergrund, warum die Spinne hier eben Ben Reilly ist und nicht Peter Parker! Der Handlung schadet dies jedoch nicht!

Spider-Noir (Bild: MGM Amazon/Prime Video))
Spider-Noir! (Bild: MGM Amazon/Prime Video)

5 Gründe – Spider-Noir


1: Der Look

Spider-Noir besitzt einen unverkennbaren Look. Nämlich jenen, der dreißiger Jahre. Lange Schatten, kräftige und griffige Kontraste und eine Menge Retro-Charme, lassen die Schwarz-Weiß Variante einen gekonnten Noir-Flair versprühen. Zwar haben wir die Wahl (siehe unten) das Ganze auch in Farbe zu sehen, richtig entfalten tut sich die Serie aber in ihrer reinsten Form – Farblos! Aussehen, die Kostüme und die Kulissen sind gekonnt an die damalige Zeit angeglichen und so wird insgesamt ein toller Look kreiert, welcher sich mühelos von den vergleichbaren Comic-Adaptionen abhebt. Überzeichnet wie bei Sin City, ist hier jedoch nichts. Vielmehr erinnert das Ganze an Genreklassiker wie „Scarface“ (das Original, nicht der Al Pacino Klassiker).

2: Nicolas Cage

Nicolas Cage als Spider-Noir ist kein abwegiges Casting. Bereits im Animations-Kracher Into the Spider-Verse lieh er dem Charakter seine Stimme. Ihn nun in dieser Live-Action Adaption zu sehen, ist ein großer Spaß. Allgemein hat sich der Darsteller in den letzten Jahren stark im Bereich des Genre-Kinos gefestigt und so seiner Karriere zu einem zweiten Frühling verholfen. Der einstige Ghost Rider brilliert geradezu. Die Dynamik aus Detektiv, Superheld der keiner sein will und der zwielichtigen Art welche Ben Reilly an den Tag legt, weiß zu gefallen. Egal ob ein Verbrechen aufgeklärt werden soll, er sich seiner Spinnenhaftigkeit bewusst wird oder er besoffen an einer Bar sitzt – Cage spielt die Rolle mit Freude und beängstigender Authentizität!

3: Die Atmosphäre in Spider-Noir

Spider-Noir besitzt eine zum schneiden dichte Atmosphäre. Dies liegt zum einen am authentischen Look, zum anderen jedoch auch an der allgemeinen Art und Weise der Serie. Hier wird weniger die Action und ausufernde Kämpfe in den Vordergrund gerückt. Vielmehr sind es die detektivischen Herangehensweisen und charakterliche Zwiespalte, welche die Serie immer wieder mit Highlights bestücken. Wenn es zu kämpfen kommt, beispielsweise zwischen der Spinne und Flint Marko, sind diese passend zum übrigen Erscheinen der Serie konzipiert. Wenig ausufernd und den Bildschirm füllend, dafür authentisch und bodenständig. Das Selbe spiegelt sich in den Effekten wieder. Masken etc. sind mit Bedacht gewählt und wenngleich die Technik heute weit fortschrittlicher ist als vor fast 100 Jahren, wirkt das Spektakel glaubwürdig (im Bezug auf den Zeitgeist)

(Bild: MGM Amazon/Prime Video)
Die Qual der Wahl! (Bild: MGM Amazon/Prime Video)

4: Die Widersacher

Was wäre Spider-Man ohne seine Widersacher? Neben neuen Adaptionen der bereits aus The Amazing Spider-Man sowie Spider-Man: No Way Home bekannten Figuren Electro und Sandman, spendiert uns Prime Video auch neue Gesichter auf den Bildschirmen. So erleben wir einen der härtesten Feinde der Spinne – Tombstone. Auch Molten Man erhält einen kleinen aber explosiven Auftritt. Mit Brendan Gleeson wurde eine Hollywood Legende mit an Bord geholt, welche als Oberhaupt der Verbrechensszene von New York agiert – Silvermane. Zwar sind die einzelnen Figuren deutlich anders inszeniert, als man es aus den Comic-Vorlagen gewohnt ist, sonderlich schlimm ist das allerdings nicht. Nicht umsonst ist Spider-Noir als „Elseworld“ Story zu betrachten, fernab der üblichen Erde 616 Kontinuität der Marvel Geschichten. Optisch sind alle Figuren toll an die 30er angelehnt und wirken daher, weder durch Masken oder Kostüme, fehl am Platz!

5: Die Auswahl

Schon vor Beginn der ersten Folge haben wir die Qual der Wahl. Gucken wir Spider-Noir in Farbe (True Hue Color) oder in Authentischen Schwarz Weiß? Eines sei gewiss – Beide Varianten haben ihre Facetten und glücklicherweise können wir, je nach Wiedergabegerät, auch nahezu nahtlos zwischen den Versionen wechseln. Dabei wird jedoch schnell offensichtlich, wo die wahren Stärken liegen. Nämlich in der farblosen Variante. Die Farbfassung sieht toll aus und ist zweifelsfrei zugänglicher. Ist S/W dieser Tage weniger üblich, kann die Farbfassung dabei helfen einen Zugang zur Serie zu erhalten. Insgesamt wirkt diese dadurch jedoch eher wie Prestige-Serien von HBO Max, beispielsweise Boardwalk Empire oder Mad Men. Für das volle Crime-Noir Vergnügen und die original angedachte Atmosphäre, führt an der S/W Fassung kein Weg vorbei. (Wichtig: Auf gewissen, eher älteren Wiedergabegeräten kann es passieren, dass die Auswahl nicht funktioniert.)

Das Sterne-Fazit:

Bewertung: 8 von 10.
  • Erstveröffentlichung: 27.05.2026
  • Regie: Nzingha Stewart, Alethea Jones, Greg Yaitanes, Harry Bradbeer
  • Darsteller: u.a. Nicolas Cage, Jack Huston, Brendan Gleeson, Abraham Popoola, Li Jun Li, Lamorne Morris
  • Staffel: 1
  • Folgen: 8
  • Laufzeit: je ca. 45 Min
  • Freigabe: ab 12 Jahren
  • Genre: Superhelden, Krimi, Action
  • Eigenständig: Ja
  • Studio: MGM Prime Studios
  • Verfügbar auf: Prime Video

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