Doctor Doom: Die Legende des Tyrannen – von Ed Brubaker – Kritik
Doctor Doom: Die Legende eines Tyrannen ist eine sechsteilige Miniserie über einen der größten Marvel Superschurken überhaupt. Comic-Superstar Ed Brubaker (u.a. Daredevil, Captain America, Criminal) und Zeichner Pablo Raimondi blickten 2005 tief hinein in den Werdegang des Herrschers von Latveria. Wie der Sohn einer Hexe zum Herrscher eines ganzen Landes und mächtigen Magier wurde. Worum es außerdem geht und ob Brubaker hier gewohnt stark abliefert, lest Ihr in der nachfolgenden Kritik.
Victor Von Doom wächst in Latveria auf. Einem ärmlichen Land im Osten von Europa. Seine Mutter ist eine Hexe, dessen Schicksal ein tödliches wie dämonisches Ende nimmt. Sein Vater, seines Zeichens Heiler ist bemüht, das Schicksal seiner Familie zu wahren. Doch nach verhängnisvollen Ereignissen, sieht sich der junge Victor alleine stehend. Immer im Nacken…finstere Veranlagungen. Als die US Regierung auf ihn aufmerksam wird und ihm Studien-Möglichkeiten sichert, soll sich sein Leben schlagartig ändern. Doch auch hier…weit entfernt von zu Hause, meint es das Schicksal zunächst nicht gut mit ihm. Der Grundstein wird gelegt, für eine übermächtige Wandlung, hin zu einem der gefürchtetsten Superschurken der Marvel-Geschichte…
Doctor Doom gehört zweifelsfrei in die Riege der größten Marvel-Superschurken überhaupt. Ein Kaliber wie Thanos, der Kingpin oder Galactus. Seinen ersten Auftritt feierte der maskierte Tyrann bereits 1962 in Fantastic Four #5. Kreiert wurde der Erzfeind der fantastischen Familie von niemand geringeren als Stan Lee und Jack Kirby. Der auch als Dr. Unheil in Deutschland bekanntgewordene Magier und Schurke, spielte bereits in mehreren Comic-Events eine tragende Rolle. Vor allem jedoch in den beiden Varianten des Secret Wars machte er sich einen Namen. In den kommenden Marvel Cinematic Universe Verfilmungen wird er gespielt von Robert Downey Jr.
Doctor Doom: Die Legende des Tyrannen
Star-Autor Ed Brubaker ist vor allem für seine hochspannenden und überaus atmosphärischen Crime-Storys bekannt. An Figuren wie Daredevil oder Captain America bewies er in der Vergangenheit jedoch eindrucksvoll, dass auch (Super)Helden Geschichten ein gelungenes Unterfangen sind. Mit „Die Legende des Tyrannen“ hat er 2006 eine sechsteilige Biografie des Erzfeines der Fantastic Four kreiert, welche womöglich perfekt auf den kommenden Avengers: Doomsday vorbereitet. Wer bislang keine oder nur wenig Berührungspunkte mit dem finsteren Magier hatte, kann dies hier ändern. Auf spannende Art und Weise und mit interessanter Perspektive, wird der Werdegang des einst so normalen Kindes erzählt.

Unterdessen liefert Pablo Raimondi stets passende Zeichnungen, welche die Atmosphäre der Handlung, gekonnt einfangen. In kontrastreichen Farben und dynamischen Panels, fängt er den Aufstieg Dooms ein. Insgesamt eine eher solide Optik, welche ohne viel Firlefanz daherkommt. Inhaltlich bewegt sich das Ganze auf Basis einer Nacherzählung. So erzählt Doom selbst zu weiten Teilen seine Geschichte. Gelegentlich werden jedoch Mitstreiter oder Zeitzeugen zu Wort gelassen, was dem Ganzen einen dokumentarischen Touch verleiht. Im Zusammenspiel mit den zum Teil Thriller ähnlichen Szenerien, entsteht eine angenehme und kurzweilige Dynamik. Ganz so, wie man es von Brubaker gewohnt ist.
Das Fazit:
Doctor Doom: Die Legende des Tyrannen von Ed Brubaker und Pablo Raimondi ist eine kurzweilige Erzählung der Entstehungsgeschichte eines der wohl berüchtigtsten und bekanntesten Marvel-Bösewichte aller Zeiten. Die 6 Ausgaben umfassende und dokumentarisch konzipierte Miniserie liefert dabei solide Zeichnungen, welche die Erzählung optisch harmonisch darstellen und einen typischen 2000er Look beherbergen. Inhaltlich bewegt sich das Geschehen zwar keinesfalls in der Riege von Brubakers Top-Werken, kann aber trotzdem unterhalten und Spannung aufbauen. Aufgrund der verschiedenen Schauplätze und der leicht biografischen Herangehensweise, entsteht eine dynamische Struktur. Wer mit dem Doctor bisweilen wenig Berührungspunkte hatte, kann hier einen Tollen Ausflug in dessen Leben und Werdegang finden. Insbesondere die Zeit in den USA und das erste Aufeinandertreffen mit Reed Richards wissen zu gefallen und können durchaus die eine oder andere Facette zum Charakterbild beisteuern!
- Erstveröffentlichung: 11.11.2025
- Autor: Ed Brubaker
- Zeichner: Pablo Raimondi
- Seiten: 152
- Preis: 20,00€
- Format: Softcover
- Genre: Superhelden
- Eigenständig: Ja
- Einsteigerfreundlich: Ja
- Inhalt: Books f Doom #1-6 (2005)
- Verlag: Marvel Comics
- Erhältlich bei: Panini Comics Deutschland
Neues im Nerd Cave
- Doctor Doom: Die Legende des Tyrannen – von Ed Brubaker – Kritik
- Werewolf by Night – Splatter Ausgabe – Düsterer Geheimtipp?! – Fazit
- Daredevil – Ein kalter Tag in der Hölle – Comic Kritik
- 3D Filme im Kino – Nutzen oder Frust? Ein Gimmick stagniert
- Retrospektiv: Marvel Weekly Comics – Druckerschwärze, Reprints und kaum Farbe
Ihr wollt immer up to date bleiben und keine Reviews und Artikel verpassen? Dann folgt meinem Blog auf Facebook, Instagram oder TikTok und erhaltet dort noch viel mehr Input! Ich würde mich freuen!


