Fallout – Staffel 2 – Fehlzündung oder Erfolgsspur? – Prime – Kritik
Fallout Staffel 2 ist seit dem 17.12.25 über den Streaming Anbieter Prime Video von Amazon zum Abruf erhältlich. Abermals tauchen wir ab in die dystopische Welt der Videospiel-Reihe aus dem Hause Bethesda. Nachdem die erste Staffel im vergangenen Jahr durchaus als Überraschung galt und überaus gelungen daherkam, darf man nun gespannt sein, ob die zweite Staffel der Serie diesem Trend folgen kann. Diesmal verschlägt es die Protagonisten u.a. an neue Orte, welche Videospiel-Fans jedoch bekannt vorkommen dürften. New Vegas erlangte spätestens durch den eigenen Spiele-Ableger aus dem Jahr 2010 Bekanntheit. In der Serie verkörpern erneut u.a. Ella Purnell die einstige Vault 33 Bewohnerin Lucy MacLean, Aron Moten den Knappen der Bruderschaft Maximus und Walton Goggins, den Ghul. Alles zur Staffel, lest ihr in der folgenden Kritik.
Nach den wegweisenden Ereignissen im Staffelfinale sucht Lucy MacLean ihren Vater (Kyle MacLachlan), welcher sich abgesetzt hat um einen neuen Plan zu schmieden, Macht zu erlangen. Sie hat sich mit dem Ghoul zusammengetan und gemeinsam reisen sie durch die Ödlande. Stets begleitet von grausigen Gefahren, Monstern und den Tücken der Post-Apokalypse. Was Lucy nicht ahnt ist, dass der Ghoul womöglich nicht so uneigennützig mitkommt, wie sie denkt. Währenddessen sieht sich Maximus in der Bruderschaft ebenso Gefahren ausgesetzt. Noch weiß keiner, dass er eine Art Doppelleben führt, doch als ein Interessenkonflikt innerhalb der Stählernen Krieger ausbricht, wird es brenzlig. Könnte die Vergangenheit der Protagonisten womöglich doch eine größere Rolle spielen?…

Fallout Staffel 2 macht genau dort weiter, wo die Amazon MGM Studios aufgehört haben. Skurrile, von Staub und Dreck durchtränkte und bitterböse Unterhaltung, inmitten der Ödlande der einstigen USA. Das alle Darsteller in ihre Rollen zurückkehren ist definitiv positiv. Egal ob es Darsteller wie Walton Goggins (der Ghoul) oder Klein-Darsteller wie Johnny Pemberton (Thaddeus) sind. Alle füllen ihre Rollen ausgesprochen authentisch aus. Moises Arias, der aufmüpfige Vault Bewohner Norm, erlangt inmitten dieser zweiten Staffel unterdessen eine etwas größere Rolle. Dadurch wird eine neue Perspektive auf diverse Aspekte und Geheimnisse der Vaults geboten. Grundsätzlich folgt die Serie weiterhin mehreren Erzählsträngen, welche sich an gewissen Punkten begegnen oder aufeinander aufbauen. Ähnlich wie in den Videospielen, haben gewisse Handlungen eine Auswirkung auf die Welt der Serie.
Fallout Staffel 2 – Geheimnisse der Apokalypse
Ein großer Angelpunkt von Fallout Staffel 2 sind Rückblicke in die Zeit, bevor die Bomben fielen. Egal ob es die spannenden Einblicke in das Leben des Ghouls sind oder aber Hintergründe der Kriegstreiber. Erzählerisch betrachtet, werden Einblicke immer an strategisch passenden Punkten eingestreut. Hierdurch wird eine gelungene Dynamik in die Serie gebracht. Vor allem sind es oftmals kleine Details, welche sich hier und dort verstecken. Auch hier beweisen die Macher der Serie Feingefühl. In den Videospielen der Fallout Reihe gibt es nicht selten skurrile bis wegweisende Easter Eggs, welche es zu entdecken gilt. Auch wenn Storytwists im großen Stil (bisweilen) ausbleiben – Gewisse Hintergründe oder Wendungen begeistern durch ihren unberechenbaren Überraschungseffekt. So darf man definitiv gespannt sein, welche Einblicke man langfristig noch erhaschen darf, in die Welt vor dem Bombardement der Erde.
Auch wenn die allgemeine Dynamik und das Erzähltempo zu gefallen wissen, ist es durchaus schade, wenn Storystränge zu kurz kommen. So passiert es gelegentlich, dass man lieber einem anderen Pfad der Story folgen möchte, allerdings in der darauffolgenden Episode einer anderen Figur oder Fraktion folgt. Was man sich im Spiel bewusst (oder auch mal unbewusst) aussuchen kann, wird in einer Serie nun mal vorgegeben. Dies ist jedoch eher als Meckern auf hohen Niveau anzusehen. Durch dieses Vorgehen wird Spannung aufgebaut. Dazu sei außerdem angemerkt. Es ist weitaus weniger störend als in Serien wie The Walking Dead, wo man sich (zum Teil) wochenlang gedulden musste, ehe ein Story-Strang fortgesetzt wurde (*Augenzwinker*).

Das Fazit:
Fallout Staffel 2 ist eine gelungene Fortführung der Videospiel Verfilmung aus dem Hause Bethesda, MGM und Amazon. Abermals begeistern die Darsteller in ihren Rollen und die Welt der Adaption erhält einige, neue Facetten. Das man mit New Vegas einen kultigen Schauplatz mehr integriert weiß zu gefallen. Tatsächlich bleibt dieser Faktor jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück, da es recht einseitig konzipiert wurde. Dafür erleben wir Einblicke in Fraktionen wie die Legion oder der Republik von Neu-Kalifornien. Insgesamt weiß die Staffel zu gefallen und macht zweifelsfrei Lust auf mehr. Einer dritten Staffel dürfte nichts im Wege stehen. Mit der Integrierung immer weiterer, kultiger Szenerien, Charakteren und Schauplätzen in Kombination mit der kurzweiligen Handlung, bietet die Serie erstklassige Unterhaltung, nicht nur für Spiele-Fans.
- Erstveröffentlichung: 17.12.25
- Regie: u.a. Frederick E.O. Toye
- Darsteller: u.a. Ella Purnell, Aron Moten, Walton Goggins
- Folgen: 8
- Staffel: 2
- Freigabe: ab 16 Jahren
- Laufzeit: 47-74 Min
- Genre: Drama, Sci-Fi, Horror, Action
- Basierend auf: Fallout – Videospielreihe
- Verfügbar auf: Prime Video
- Studio: Amazon MGM Studios
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